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Open Source Experten

Das Wichtigste zu Open Source Software

Was ist Open Source Software?

Open Source beinhaltet zunächst die Offenlegung des gesamten Quellcodes eines Softwareprojekts. Dies bedeutet, dass die Software - entsprechende Kenntnisse vorausgesetzt - analysiert, verbessert und erweitert werden kann. Bei proprietärer, also geschlossener Software ist dies immer ein wohlgehütetes Geheimnis.

In Deutschland wird der Begriff Open Source allerdings meist für freie Software und Open Source Software gleichermaßen verwendet. Frei ist hier im Sinne von Freiheit und nicht im Sinne von Kostenfreiheit zu verstehen.

Frei ist demnach die Verwendung durch jedermann, die Weitergabe, die Analyse des Quellcodes und die Modifikation der Software. Dieses Konzept wurde im Jahr 1984 maßgeblich von Richard Stallman mit seinem GNU-Projekt initiiert.

Die Begriffe "frei" und "Open Source" sind für Software nicht geschützt. Daher werden genaue Lizenzbedingungen festgelegt. Die bedeutendsten Lizenzmodelle für freie Software und Open Source Software sind die GNU public license (GPL) und deren schwächere Form LGPL. Weitere bekannte Lizenzmodelle sind beispielsweise die Berkeley Software Distribution License (BSD Lizenz) oder die Apache Software License.

Welche Vorteile bietet Open Source Software?

Der Einsatz von Open Source Produkten eröffnet neue Möglichkeiten und Vorteile:

  • hohe Flexibilität
    Anpassbarkeit und Erweiterbarkeit, die bei proprietärer Software teilweise nicht möglich ist.

  • höhere Sicherheit
    Experten aus der Entwicklergemeinde analysieren potenzielle Sicherheitslücken im Quellcode. Treten einmal Lücken auf, werden diese sofort geschlossen.

  • höhere Produktqualität
    Eine weltweite Entwicklergemeinde verbessert die Software permanent, ohne Marktzwänge, wie beispielsweise feste Releasetermine.

  • keine Lizenzkosten
    Trotz des höheren Anteils der Dienstleistungs- und Hardwarekosten am TOC ein spürbarer Vorteil.

  • keine Abhängigkeit
    Da die Software frei verfügbar ist, besteht keine Abhängigkeit vom Know-how eines bestimmten Herstellers.

  • offene Standards
    Hohe Interoperabilität und Kompatibilität durch offene Schnittstellen.

  • Wiederverwendbarkeit
    Hohe Wiederverwendbarkeit von Programmcode und Know-how-Transfer durch Quellcodeanalyse.